Therapeuthisches Malen

Wer kennt sie nicht die Tintenkleckse, die es heißt zu interpretieren. Für Menschen mit wenig Fantasie, ist es allerdings oft schwierig etwas zu sehen, was nicht da ist bzw. etwas zu interpretieren. Beim therapeutischen zeichnen hingegen benötigt man keine Fantasie, denn es kann jeder Patient ganz nach seinem eigenen ermessen drauf los malen. Benötigt werden ein Blatt Papier und Material zum Zeichnen. Ob der Patient nun lieber Ölkreide benutzt oder Filzstifte, bleibt ihm überlassen. Es gibt lediglich eine Themenvorgabe, alles andere liegt in der Hand des Patienten.

Ist das Werk vollendet, wird dieses besprochen. Aus den gemalten Bildern kann der Therapeut eine ganze Reihe an Verhaltensmustern erkennen um so einen besseren Einblick in die Seele des Patienten zu bekommen. Besonders wichtig ist es beim therapeutischen Malen, dass der Therapeut gemeinsam mit dem Patienten die einzelnen Merkmale des Werks genau bespricht. So kann auch der Maler selbst viel über sich und seine Charaktereigenschaften lernen.

Mit dem therapeutischen Zeichnen kann vielen Menschen geholfen werden das auszudrücken, was man niemals in Worte gefasst hätte.